Senderstorch Hildi ist tot

Der Senderstorch Hildi aus Uznach ist in Spanien ums Leben gekommen. Der Datenlogger konnte geborgen werden. Folgendes geschah im Detail:

Am 26.8.2013 verliess Hildi die Schweiz und zog zielstrebig durch das Rhonetal und den Süden Frankreichs nach Südwesten. Bereits am 30.8. erreichte der Vogel die Region Lerida in Katalonien. Am 1.9. setzte Hildi den Zug fort. Ab 2.9. trafen weiterhin täglich Koordinaten ein, alle jedoch vom exakt gleichen Ort, in einem Umkreis von höchstens 20 Metern. Wir mussten deshalb davon ausgehen, dass der Vogel tot ist. Der Ort lag knapp nördlich des Naturparks Alto Tajo, nahe Monreal del Campo und etwa 90 km NW von Teruel.

Unser spanischer Projektpartner Javier de la Puente von der SEO organisierte eine Suchexpedition. Der erste Versuch blieb erfolglos, da der Logger unter Vegetation verborgen war, wie die täglich abnehmende Batteriespannung zeigte. Bei einer zweiten Suche konnte Jesús de Lucas Veguillas von der Umweltverwaltung Guadalajara den Logger finden und bergen. Vom Vogel selbst waren am Fundort nur noch wenige Federn vorhanden.

Die Umstände (z.B. plötzlicher Tod während des Zuges über völlig freies Gelände) weisen darauf hin, dass der Senderstorch Hildi möglicherweise abgeschossen wurde. Andere mögliche Todesursachen (Freileitungen usw.) wurden am Fundort nicht festgestellt.

Für die Hilfe sind wir Javier de la Puente und Jesús de Lucas Veguillas sehr dankbar. Der Logger ist noch voll funktionsfähig und kann erneut verwendet werden.

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Eine Antwort zu Senderstorch Hildi ist tot

  1. Beat Huggenberger schreibt:

    Einmal mehr ein leider trauriger Bericht über das Schicksal eines Jungstorches.
    Besonders störend an der Sache empfinde ich, dass anscheinend die Chance gross ist, dass einer den Vogel abgeschossen hat! In diesem Fall als Metapher natürlich voll daneben. Aber eben: getötet. In Spanien.
    Sind eigentlich die Störche nicht in ganz Europa geschützt?

    Grossartig finde ich die Leistung der spanischen Kollegen, welche den Datenloggeer wieder gefunden haben. Wie schwierig das schon nur in einer ganz normalen Wiese ist, habe ich am Beispiel des Senders von Düschess erlebt (2011). In verbuschter Umgebung ist dies nochmals um ein Vielfaches schwieriger.
    Also auch von meiner Seite: ¡Felicitaciones! y ¡Muchas gracias!

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