Update Senderstörche Bruno, Dani und Sämi, 13.10.2011

Für die Senderstörche Bruno, Dani und Sämi liegen neue Koordinaten vor. Bruno ist weiterhin auf der Deponie von Kenitra/Marokko. Dani hat die Deponie Montoliu verlassen und ist weiter gezogen bis ins Ebrotal. Sämi fliegt zügig weiter über die Sahara und ist in Mauretanien nicht mehr weit vom klassischen Überwinterungsgebiet entfernt.

Bruno (7. bis 10.10.2011):
Bruno hielt sich weiterhin ausschliesslich auf der Deponie von Kenitra in Marokko auf. Tagsüber überwiegend auf der eigentlichen Deponiefläche, wo frischer Müll abgeladen wird, gelegentlich während der Mittagszeit knapp daneben in der Uferzone eines kleinen Sees. Der Schlafplatz lag stets an der gleichen Stelle, ca. 700 m südlich der Deponiefläche in Buschland.

Dani (5. bis 11.10.2011):
Vom 5. bis 9.10. hielt Dani sich weiterhin überwiegend auf der Deponie Montoliu nahe Lerida auf. Er streifte ausserdem bis zu 16 km umher und besuchte mehrfach Gebiete am Ufer des Segre-Flusses. Übernachtungsplätze lagen in dieser Zeit entweder in Lerida oder im Galeriewald am Ufer des Segre bei Torres de Segre und bei Alcarras. Am 10.10. verliess Dani die Deponie und nahm, nach fast 1 1/2 Monaten auf der Deponie, den Zug wieder auf. Nach 57 km Flug verbrachte er die Nacht in Brachland nahe Sena. Auch am 11.10. setzte er den Zug fort und erreichte, 66 km weiter westlich, das Ebrotal bei El Burgo de Ebro, nahe Zaragossa.

Sämi (11. und 12.10.2011):
Sämi setzte den Zug über die Sahara in Mauretanien unbeirrt fort. Am 11. und 12.10. hat er insgesamt 590 km zurückgelegt. Die Koordinaten, auch die Übernachtungsplätze, liegen allesamt in der völlig vegetationsfreien Sandwüste, die von endlosen Dünenfeldern geprägt ist. Er ist inzwischen nur noch etwa 200-300 km von der Region entfernt, in der in den Jahren 2000 und 2001 mehrere unserer Senderstörche überwinterten.

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6 Antworten zu Update Senderstörche Bruno, Dani und Sämi, 13.10.2011

  1. Beat Huggenberger schreibt:

    Senderstörche zu verfolgen ist mega spannend.
    Es führt einen auf der Landkare in Gebiete voller Rätsel. Wer sich bei Sämi beim Punkt 12.10.2011 14:02 Uhr näher in die GoogleMap hineinzoomt kommt aus dem Staunen nicht heraus.
    Einerseits fliegt er voll über der Wüste, aber etwa 60-70 km westlich von seiner Flugroute sieht man ein Felsformation welche an Satellitenbilder von fernen Planeten erinnert.
    Ein phantastischer Metoritenkrater (nehme ich an!) von etwa 40 km Durchmesser. Und auch in dieser unwirklichen Gegend gibt es Ortschaften wie Ouadane.
    Die Gesteinsformation, herangezoomt, erinnert an eine Versteinerung eines Vogels oder von novh häher (nur der nord-östliche Teil) an einen Fisch mit einem Riesenauge.
    Ich wiederhole mich: Störche beobachten ist spannend und bildet.
    Es bleibt zu hoffen, dass uns die Senderstörche noch lange Freude bereiten.

    • Holger Schulz schreibt:

      Guelb-er-Richat heisst der eigenartige Krater und wird auch „Auge Afrikas“ genannt. Selbst vom All ist er deutlich sichtbar und hat Astronauten geholfen, sich beim Blick aus dem Fenster zu orientieren. Ursprünglich hat man vermutet, es sei ein Meteoritenkrater. Die Theorie wurde aber verworfen, da keine entsprechenden Gesteine gefunden wurden. Auch die Theorie, es handle sich um die Überbleibsel einer unterirdischen Vulkanexplosion, liessen sich nicht bestätigen. So genau weiss bisher niemand, wie der Krater entstanden ist. Vom Boden sieht er jedenfalls wesentlich weniger spektakulär aus als im Satellitenbild.
      H. Schulz

      • Beat Huggenberger schreibt:

        Danke Herr Schulz für Ihre profunden Informationen.

        Irgendwie erinnert mich Guelb-er-Richat an den „Hot Founten Paint Pot“ im Yellowstone-Park. Dort blubbert eine zähe, grau bis gelb gefarbte Suppe, bildet grosse Blasen von vielleicht 30-40 cm Durchmesser, die dann platzen und in ähnlicher Struktur zerfallen.

        Wenn hier also kein Gestein gefunden wurde, wäre es möglich dass es ein reiner Eisklumpen war? Es soll ja auch solche Himmelskörper geben. Dieser wäre wahrscheinlich beim Aufschlag, spätestens danach, geschmolzen und könnte diese Form von Struktur erzeilt haben?
        Aber ich nehme an, daran auch auch schon gescheitere Köpfe gedacht!

  2. Beat Huggenberger schreibt:

    21. Oktober und ich bin schon ganz unruhig. Schon seit einer Woche keine Nachrichten mehr von unseren Senderstörchen!? Ih hoffe, es ist wie bei den Kindern im ersten Urlaub ohne Eltern: „Keine Nachrichten, sind gute Nahrichten, denn sonst hätte man schon lange was gehört!“
    In diesem Sinne warte ich zuversichtlich auf neue Informationen von Dani, Bruno und Sämi. Von Holger (Schulz). 😉

    • Holger Schulz schreibt:

      Hallo, Herr Huggenberger,
      Wie gesagt: Über Neuigkeiten werde ich auf jeden Fall zeitnah auf unserer Website berichten. Dazu gehört natürlich vor allem, dass ich sofort informiere, wenn es mit einem der Senderstörche irgendwelche Probleme gibt.
      Ich schaue mehrmals täglich bei Argos nach neuen, verfügbaren Daten und werte diese aus. Es geht also nichts verloren.
      Schöne Grüße
      Holger Schulz

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