Update Senderstörche, Januar 2013

In Spanien herrschten während der vergangenen Wochen Wetterverhältnisse, die für die Satellitensender auf unseren Störchen sehr ungünstig sind. Es war zeitweise bitter kalt, wodurch die Batterieleistung der Sender beeinträchtigt wurde. Ausserdem erhielten die Solarpanels aufgrund dichter Bewölkung und häufigen Regens nur wenig Licht und konnten somit die Senderbatterien nicht ausreichend aufladen. All das spiegelt sich derzeit in der Performance der Sender wider, die im folgenden kurz dargestellt wird:

Elvis hielt sich weiterhin bis zum 25.1.2013 im Umfeld der Deponie Almagro auf und übernachtet regelmässig in der Niederung des Rio Jabalon, ca. 8 km südlich der Deponie. Das letzte Signal erhielten wir am 28.1.2013. Seit 27.1.2013 bewegte er sich bis zu 50 km nach Norden und Westen und wurde unter anderem im Nationalpark Tablas de Daimiel geortet. Die Sensordaten weisen darauf hin, dass der Vogel lebt. Aufgrund niedriger Batteriespannung schaltet sich der Sender nach jeder Sendephase zeitweise aus, so dass Signale manchmal mehrere Tage lang ausbleiben.

Yumna und Amelios II , die beiden Störche aus dem Zoo Basel, lieferten die letzten Koordinaten am 28.1.2013. Beide hielten sich bisher tagsüber regelmässig auf der Deponie bei Cordoba auf und übernachteten etwa 3 km südöstlich der Deponie in der Niederung des Rio Guadajoz. Dabei fällt auf, dass die Vögel derzeit offensichtlich im gleichen Trupp unterwegs sind, die Koordinaten liegen manchmal nur wenige Meter auseinander. Und das, obgleich sie sich mehrere Wochen vorher bereits in deutlich unterschiedlichen Regionen in Südspanien aufgehalten hatten. Bei beiden Vögeln sank ab etwa Mitte Januar die Batteriespannung der Sender deutlich ab und war zum Zeitpunkt des letzten Signals an der Abschaltschwelle. Die letzten Sensordaten wiesen darauf hin, dass die Vögel am Leben sind.

Toni hält sich tagsüber meist auf der Depionie Montoliu bei Lerida, im Norden Spaniens, auf. Die Nächte verbrachte er in den vergangenen Tagen meist auf Bäumen am Ufer des Rio Segre, ca. 6-7 km nordwestlich von der Deponie. In den Tagen davor besuchte er regelmässig die Stadt Lerida und übernachtete dort. Die Spannung seines Senders war während der vergangenen Wochen ständig so niedrig, dass nach jeder Sendephase der Sender abschaltete. Deshalb treffen Daten nur unregelmässig ein. Laut Sensordaten war der Vogel bei der letzten Ortung am 27.1.2013 am Leben.

Anders sieht es bei Sämi aus. Der Vogel hält sich weiterhin im Senegal auf, die letzten Koordinaten vom 11.1.2013 kamen aus der Nähe des Städtchens Fatick. Seine Senderbatterie war bis dahin durchgehend gut aufgeladen, im Senegal herrschen optimale Ladebedingungen für die Solarpanels. Vermutlich ist der Sender, wie schon Ende 2012, aufgrund eines technischen Defekts wieder ausgefallen (hoffentlich nur vorübergehend). Laut Sensordaten war der Vogel bei der letzten Ortung am Leben.

Von Manuela gab es seit dem letzten Eintrag (26.8.2012) keine neuen Signale.

Da die derzeit schlechte Performance der Sender höchst wahrscheinlich wetterbedingt ist, besteht Grund zur Hoffnung, dass in den kommenden Wochen die Signale wieder regelmässiger eintreffen. Seit heute herrscht in weiten Teilen Spaniens wieder besseres Wetter, mit unbedecktem Himmel und leicht steigenden Temperaturen.

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