Kurze Auswertung der mit Datenloggern versehenen Störche

Die fünf Altstörche, die wir in Malpartida de Caceres und dem nahegelegenen Schutzgebiet Los Barruecos mit Datenloggern versehen haben, waren bis Ende April, während des Brütens, kaum aktiv und bewegten sich nur selten und kurzzeitig vom Nest. Seit Anfang Mai ist ihr Aktionsradius wieder größer. Vermutlich sind bei einigen inzwischen die Jungen geschlüpft (entsprechende Angaben liegen uns bisher nicht vor) und die Altvögel sind häufig zur Nahrungssuche unterwegs.

Es fällt auf, dass in dieser Phase die Mülldeponie Ecoparque nur relativ selten aufgesucht wird. Die Nahrungssuche erfolgt meist in den Weide- und Agrarflächen im näheren Umfeld der Nester. Folgende Entfernungen um die Nester ergeben sich nach einer kurzen Auswertung für die einzelnen Vögel:

Lola: 200-500 m. Nie an der Deponie.
Pepa: 2-3 km. Sehr selten auf der Deponie.
Antonia: 500-1000 m. Selten auf der Deponie.
Juana: 500 m -3 km. Gelegentlich auf der Deponie.
Manolo: 200-800 m. Nie auf der Deponie.
Francisco: verunglückt in Malpartida am 13. April 2013

Die Datenlogger liefern sehr große Mengen an Daten, viel mehr als die Satellitensender. Zuverlässige Angaben werden uns nach einer geplanten Detailauswertung der Daten vorliegen. Interessant ist jedenfalls, dass die Bedeutung der Deponie während der Zeit der Jungeaufzucht, zumindest in dieser frühen Phase, relativ gering ist.

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2 Antworten zu Kurze Auswertung der mit Datenloggern versehenen Störche

  1. Beat Huggenberger schreibt:

    Es scheint, dass die Störche schlauer sind als man denkt.
    Gutes Futter gibt es auf Weide- und Agrarflächen, nicht baer auf der deponie.
    Klasse.

  2. Christiane Hilsendegen schreibt:

    Bei der für Störche hervorragend geeigneten Landschaft um Malpartida de Caceres hätte es mich auch sehr verwundert, wenn sie ihr Futter hauptsächlich von der Deponie bezogen hätten. Wir haben überall um ganz Caceres Störche in den Feldern und Weiden und auch in der Nähe der vielen Pozos Futter suchend beobachtet. Dass sie bei der Aufzucht ihrer Jungen auch auf der Deponie vorbeischauen werden, eben um alle Nahrungsbiotope auszuschöpfen, könnte ich mir vorstellen. Ich bin sehr gespannt.
    Wird der antransportierte Müll in Malpartida sofort abgedeckt?

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