Was ist los mit Toni?

Seit mehr als 2 Wochen erhalten wir vom Senderstorch Toni keine neuen Daten mehr. Am 8. Mai flog er von seinem vorherigen Aufenthaltsort nordöstlich des Bodensees (nahe Überlingen) ca. 80-100 km nach Osten bis ins Unterallgäu, Region Tussenhausen und Markt Wald. Von dort gibt es am 9. Mai noch einige letzte, leider nur ungenaue Dopplerkoordinaten. Wir wissen also nicht genau, wo er sich zu letzt aufhielt.

Die letzten Sensordaten erhielten wir vom 8. Mai. Bis um 13:17 Uhr war der Vogel demzufolge auf jeden Fall noch aktiv. Die darauf folgenden fünf Aktivitätsdaten von 19:45 Uhr bis 21:28 Uhr weisen darauf hin, dass der Vogel sich nicht mehr bewegte. Aber aus Erfahrung wissen wir, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass auch ein lebender Vogel 1 1/2 Stunden lang ruht und sich nicht bewegt. Batteriespannung (3,68 V) und Temperatur (29 Grad) sind zur gleichen Zeit im normalen Bereich, geben also ebenfalls keinen zwingenden Hinweis auf den Tod des Vogels.

Es ist also Beides möglich: Entweder ist der Senderstorch ums Leben gekommen, oder er lebt und der Sender hat die Funktion eingestellt. Wir wissen, dass dies in der Vergangenheit gerade bei Tonis Sender schon mehrfach einige Tage lang der Fall war. Da die letzten Dopplerkoordinaten im Umkreis von einigen Kilometern streuen, gibt es auch keine Chance, den Sender durch gezieltes Suchen zu finden.

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Eine Antwort zu Was ist los mit Toni?

  1. Beat Huggenberger schreibt:

    Ich hoffe, mit allen Storchenfreunden, dass nicht Toni, sondern bloss sein Sender einen (zeitweiligen) Totalausfall hat.

    Interessantes gibt es ja auch bei Elvis zu beobachten.
    Einmal mehr hat sich ein Junges von „Biel“, der Brutmutter aus Böhringen / D, brütend in Biel-Benken / CH, ins Badische abgesetzt. Verräter! Aber immerhin ist er gesund. Die Frage ist höchstens wie lange noch, denn er scheint ein gefährliches Spiel zu spielen. Denn, die Nacht schien er zwischen dem 15. und 20. Mai regelmässig auf den Hochspannungsleitungen / -masten bei der Umsetzstation in Haltingen zu verbringen.
    Mit dem Fressen hält er es hingegen wie die Störche mit Datenlogger: er bevorzugt die Weiden und Agrarland im benachbarten Eimeldingen. Gut so.
    Aber Vorsicht mein lieber Schwan mit den Stromleitungen, äxgysi, mein lieber Storch!

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