Update Senderstörche Dani, Sämi und Amelios, 16.2.2012

Seit dem letzten Update am 20. Januar gibt es von den Senderstörchen Dani und Sämi keine Neuigkeiten.

Dani hält sich weiterhin im Norden Spaniens auf der Deponie bei Ejea de los Caballeros und in deren Umfeld auf. Die Sensordaten weisen darauf hin, dass der Vogel gesund und aktiv ist. Auch technisch funktioniert der Sender einwandfrei.

Sämi hat sein Aufenthaltsgebiet im Senegal, ca. 160 km westsüdwestlich von Dakar, nur unwesentlich verändert. Die Performance des Senders ist einwandfrei.

Die aufwändige Suche nach dem Sender des toten Storchs Amelios durch die SEO (Spanische Ornithologengesellschaft) wurde bisher nicht wieder aufgenommen. Da seit dem 19. 12.2011 keine neuen Koordinaten mehr eingegangen sind, ist davon auszugehen, dass der Sender inzwischen im zerklüfteten Gelände in eine uneinsehbare Spalte oder enge Schlucht gerutscht und somit kaum mehr auffindbar ist.

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Gewissheit: Senderstorch Bruno ist tot

Nun ist es sicher: Der Senderstorch Bruno, der seit dem 11.10.2011 verschollen war, ist tot. Am 11. Februar 2012, genau 4 Monate später, trafen erstmals wieder einige Koordinaten ein, und zwar vom genau gleichen Ort, an dem der Sender im Oktober zuletzt geortet wurde, auf der Mülldeponie nahe der Stadt Kenitra in Marokko.

Die ebenfalls empfangenen Sensordaten belegen, dass der Sender sich nicht mehr bewegt, der Vogel also tot ist. Es ist davon auszugehen, dass Brunol bereits im Oktober auf der Deponie ums Leben kam. Wahrscheinlich wurde er während der Arbeiten auf der Deponie mit Müll bedeckt und ist erst jetzt wieder an die Oberfläche gelangt.

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Neue Daten von Dani und Sämi, 20.1.2012

Am 19. Januar erhielten wir neue Koordinaten vom Senderstorch Dani. Die 9-tägige „Funkpause“ seit dem 10.1. ist wahrscheinlich auf Verschmutzung/Abdeckung der Solarzellen des Senders oder auf starke Bewölkung im Aufenthaltsgebiet zurückzuführen. Die Sensordaten zeigen, dass die Betriebsspannung des Senders derzeitig grenzwertig niedrig ist. Die GPS-Koordinaten lassen jedoch eindeutig erkennen, dass der Vogel lebt und aktiv ist.

Dani hält sich weiterhin in der Umgebung der Deponie bei Ejea de los Caballeros, ausserdem auf benachbarten, wahrscheinlich bewässerten Agrarflächen.

Vom Senderstorch Sämi treffen weiterhin zuverlässig und pünktlich Daten ein. Sein Sender weist stets „Vollladung“ auf, wie es bei unbewölktem Himmel in Westafrika zu erwarten ist. Sämi hält sich im gleichen Gebiet im Senegal nördlich des Städtchens Kaolack auf, in dem er auch die vergangenen Wochen verbrachte.

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Update Senderstörche Dani und Sämi, 16. 1.2012

Für die Senderstörche Dani und Sämi liegen neue Koordinaten vor. Die Aufenthaltsorte der Vögel haben sich nur geringfügig geändert.

Dani verliess am 8. Dezember 2011 die Deponie bei Zaragoza und zog in den Folgetagen etwa 38 km nach Norden, wo er sich seitdem nahe Ejea de los Caballeros erneut auf einer Mülldeponie aufhielt. Die letzte Koordinate erhielten wir am 9. Januar 2012. Das bedeutet nocht unbedingt, dass der Vogel dort verunglückt ist. Möglicherweise verhindert starke Bewölkung, dass die Batterien des Senders nicht aufgeladen werden konnten.

Satellitenbild Aufenthaltsort Dani:

Sämi ist weiterhin im gleichen Gebiet im Sengal und hielt sich zuletzt, am 14. Januar 2012 in dünn besiedelter Savanne etwa 35 km nördlich der Stadt Kaolack auf.

Satellitenbild Aufenthaltsort Sämi:

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Aufwändige und gefährliche Suche nach Amelios bisher erfolglos

Javaloyas, Teruel 09 500px

Unser spanischer Projektpartner SEO (Spanische Ornithologengesellschaft) bemüht sich mit grossem Engagement, den verunglückten Senderstorch „Amelios“ aufzufinden. In einer ersten Suchexpedition waren Ramon Martí und seine Kollegen in den Bergen nahe der Stadt Teruel in Spanien unterwegs. Obwohl die Position des Senders auf etwa 20×20 Meter bekannt ist, verlief die erste Suche erfolglos. Der Grund: Das abgelegene und nur schwer zugängliche Gebiet ist stark zerküftet, tiefe Rinnen im Boden und steil abfallende Klippen machen die Suche zu einem gefährlichen Unterfangen. Das Foto (Fotograf: Ramon Marti/SEO) verdeutlicht die Problematik: Der Sender kann in Spalten im Kalkboden liegen, in einen dichten Busch gefallen sein oder irgendwo auf einer der hohen Kiefern hängen.

Ramon Marti und seine Kollegen fanden zahlreiche Hinweise darauf, dass in dem abgelegenen Waldgebiet intensiv gejagt wird. Ramon vermutet, dass der Storch abgeschossen wurde, und dass der Jäger den Sender dann in eine Schlucht geworfen hat, die direkt an das Suchgebiet angrenzt. Dass der Storch freiwilig dort gelandet ist, ist unwahrscheinlich: Das Gebiet ist untypisch für Weissstörche und weder als Nahrungs- noch als Rastgebiet geeignet. Freileitungen gibt es in der Region nicht.

Die SEO wird demnächst eine weitere Expedition in das Gebiet durchführen, mit grösserem Team. In präzisen, im Gelände markierten Rastern soll das Gelände dann zentimeterweise abgesucht werden. Auch ein Metalldetektor wird eingesetzt werden. Wir sind Ramon Marti und den anderen beteiligten SEO-Mitarbeitern sehr dankbar für die aufwändige und gefährliche Arbeit und freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der wichtigsten spanischen Vogelschutzorganisation SEO.

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Versionen in Englisch, Französisch und Spanisch jetzt online

Eine Projektbeschreibung sowie Zusammenfassungen bisheriger Ergebnisse sind nun auch auf Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar und können unter dem Menüpunkt „Sprache wählen“ aufgerufen werden. Die Übersetzung des Menüs in die jeweilige Sprache erfolgt in Kürze.

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Frohe Weihnachten

frohe weihnachten

Wir wünschen allen unseren Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute, Gesundheit und Erfolg im Neuen Jahr 2012.

Das Foto zeigt das Naturschutzgebiet Los Barruecos nahe Malpartida de Caceres/Spanien. Auf den Felsblöcken befindet sich eine berühmte Storchenkolonie.

Bei unseren Senderstörchen gibt es keine Neuigkeiten. Im Januar werden wir Sie über weitere Entwicklungen informieren.

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Traurige Gewissheit: Senderstorch Amelios ist tot

Nachdem der Senderstorch Amelios am 28. August 2011 aus der Region Barcelona eine letzte Koordinate übermittelt hatte, vermuteten wir ein technisches Problem aufgrund der Umstellung der Sendeintervalle zum 1. September. Bis zum 1.9. war das auch der Fall, wie wir inzwischen wissen.

Am 27.11. wurden uns nun, völlig unerwartet, ein paar weitere Koordinaten mit weit zurückliegendem Datum übermittelt. Wahrscheinlich war der Senderakku erst jetzt wieder ausreichend aufgeladen, um diese alten Datensätze nun übertragen zu können. Die Daten vom 29.8. bis 1.9. zeigen, dass der Vogel, nachdem er verschollen war, in Wirklichkeit fast 300 km in südwestlicher Richtung weitergezogen war, bis in die Nähe der Stadt Teruel. Dort ist er am frühen Morgen des 1.9. ums Leben gekommen. Danach erhielten wir nur noch zwei einzelne Dopplerkoordinaten, eine vom 11.10. und die andere vom 27.11.2011. Beide liegen, trotz der schlechten Genauigkeit solcher Dopplerdaten, nur 200 bzw. 160 m von der letzten genauen GPS-Koordinate entfernt, in einem schlecht zugänglichen Berggebiet südwestlich von Teruel. Daraus lässt sich schliessen, dass der Sender seit mehr als 3 Monaten am gleichen Ort liegt. Zwei zusätzlich eingetroffene Sensordatensätze weisen ebenfalls darauf hin, dass der Vogel tot ist.

Nachricht zum Tod von Amelios am 8.12. in Radio Basilisk (www.basilisk.ch). Zum Anhören im obenstehenden Audiosymbol auf den Startpfeil klicken.

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Update Senderstörche Dani und Sämi, 7.12.2011

Für die Senderstörche Dani und Sämi liegen neue Koordinaten vor. Dani befindet sich unverändert auf der Deponie bei Zaragoza und in deren näherem Umfeld. Sämi hält sich weiterhin in der senegalesischen Savanne auf und hat sich in den letzten Tagen aus der Region um Fatick ca. 40 km weit nach Südosten in das Umfeld der Stadt Kaolack bewegt.

Danis Sender hat leider noch immer zeitweise Probleme mit der Stromversorgung. Vom 19. bis 22.11. und vom 25.11. bis 2.12. lieferte er deshalb jeweils keine Daten.

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Projekt-Partnerschaften in Spanien

Vom 22. bis 26. November reisten Peter Enggist (Geschäftsführer) und Tobias Salathe (Präsident) von Storch Schweiz sowie Holger Schulz nach Spanien, um dort potentielle Projektpartner zu treffen: In Madrid wurde die Partnerschaft mit der Spanischen Ornithologengesellschaft (SEO, BirdLife Spanien) in die Wege geleitet. In Malpartida de Caceres konnten in Gesprächen mit Repräsentanten der Kommune und der Provinz Extremadura Details der Zusammenarbeit ausgearbeitet werden.

Aufgrund der durch die Partnerschaften veränderten Rahmenbedingungen ergeben sich nun neue Möglichkeiten der Projektarbeit in Spanien. Wir hoffen, das Vorgehen noch im Dezember dieses Jahres konkretisieren zu können und werden dann weitere Details mitteilen.

Im Rahmen des Treffens wurde ausserdem festgestellt, dass die Häufigkeit der Aktualisierung der Projekt-Website aus finanziellen Gründen zukünftig reduziert werden muss. Wir bitten diesbezüglich für Ihr Verständnis.

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