Fünf schweizerische Jungstörche mit Satellitensendern ausgestattet

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Am 6. und 7. Juli 2011 wurden im Rahmen des Projekts “SOS Storch – Storchenzug im Wandel” fünf schweizerische Jungstörche mit Satellitensendern versehen. Die besenderten Vögel werden helfen, die Ursachen des veränderten Zugverhaltens zu verstehen und den Schutz der ziehenden Störche zu verbessern.

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Update Senderstorch “Dani”, 15.5.2012: Bald in der Schweiz?

Dani hat es plötzlich eilig. Von Castelló de Empuries im äussersten Nordosten Spaniens flog er am 11.5. in nördlicher Richtung ab. Er umflog die Pyrenäen im Osten, nahe des Mittelmeers, und querte die Grenze nach Frankreich. 120 km flog er nach Norden und verbrachte auf einem Golfplatz bei Poillies im Süden Frankreichs zwei Tage. Am 13.5. setzte er den Zug 120 km weit nach NE fort, bis in den Norden der Camargue. Von dort aus ging es am 14.5. östlich des Rhonetals 170 km weiter nach Norden. Am Südwest-Rand der Alpen, am Südende des Stausees Barrage de Saint-Pierre-Cognet, 70 km östlich von Valence und etwa 35 km südlich von Grenoble, verbrachte er die Nacht zum 15.5.

Dani ist damit nur noch etwa 380 km von seinem “Geburtsort” in der Schweiz entfernt. Normalerweise kehren Störche meist erst ab dem zweiten Lebensjahr in ihre Brutheimat zurück. Was wird Dani tun? Die nächsten Tage werden zeigen, ob er, entgegen dem üblichen Verhalten, die Schweiz bereits im ersten Sommer wieder erreicht.

Von Sämi gibt es auch heute wieder keine Neuigkeiten. Er hat sich noch nicht von der Deponie im Nordosten Spaniens bei Castellnou de Seana entfernt.

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Update Senderstorch “Dani”, 11.5.2012: Nur noch 15 km bis Frankreich

Dani hat sich in den vergangenen Tagen weiter nach Nordosten bewegt und befindet sich derzeit nur noch knapp 15 km südlich der spanisch-französischen Grenze. Die Einzelheiten:

Am 7.5. verließ Dani die Deponie bei Castellnou de Seana und flog zielgerichtet 190 km weit bis in den äußersten Nordosten Spaniens. Nahe Castelló de Empuries, nur 2 km vom Mittelmeer und 23 km südlich der französischen Grenze, verbrachte er die Nacht. Am 8.5. bewegte er sich ein paar Kilometer weiter nach Norden, auch diesmal wieder auf eine größere Mülldeponie (nahe Peralada). Dort hält er sich seitdem überwiegend auf und wurde dort zuletzt am 9.5. geortet. Die Nacht zum 10.5. verbrachte er 4 km weiter westlich am Rand der Empordà-Sümpfe. Dieses Gebiet, ausgewiesen als Naturpark Aiguamolls de Empordà, ist eines der wichtigsten Zugvogel-Rastgebiete in Katalonien, geprägt von ausgedehnten Reet- und Wasserflächen. Dort leben Flamingos und viele andere Wasservögel. Nach Frankreich sind es für Dani jetzt nur noch etwa 15 Kilometer.

Von Sämi dagegen gibt es bisher keine Neuigkeiten: Er hält sich weiterhin auf der Mülldeponie bei Castellnou de Seana auf.

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Update Senderstörche “Sämi” und “Dani”, 7.5.2012

Die beiden Senderstörche haben seit Anfang Mai ihre Positionen geringfügig in östlicher Richtung verschoben. Allerdings nur, um am neuen Aufenthaltsort ebenfalls wieder eine Mülldeponie aufzusuchen. Besonders interessant ist die Tatsache, dass Sämi und Dani sich seit dem 6. Mai auf der gleichen Mülldeponie nahe Castellnou de Seana in Katalonien aufhalten. Diese Deponie ist bisher nicht als Rastplatz von Störchen in Erscheinung getreten.

Sämi hat am 2.5.2012 die Deponie Montoliu bei Lerida wieder verlassen und ist etwa 30 km in ENE-Richtung weitergezogen. Dort, nahe Castellnou de Seana, hält er sich seitdem auf einer Mülldeponie auf. Auch die bisher letzte Koordinate vom 6.5., 17 Uhr, liegt nur 2 km von dieser Deponie entfernt.

Dani, der sich vom 9.12.2011 bis zum 30.4.2012, also fast 5 Monate lang, auf der Deponie bei Ejea de los Caballeros und in deren Umfeld aufgehalten hatte, zog am 1.5. ca. 60 km nach Osten, zur Deponie nördlich von Huesca. Dort war er bis zum 5.5. und flog am 6.5. zur bereits oben beschriebenen “neuen” Deponie bei Castellnou de Siena, wo sich derzeit auch Sämi befindet. Auch Danis bisher letzte Koordinate vom 6.5., 19 Uhr, weist auf diese Deponie.

Diese aktuellen Ortsveränderungen weisen wieder einmal darauf hin, dass sich die westziehenden Störche beim Zug durch Spanien weitgehend von Deponie zu Deponie “hangeln”.

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Update Senderstorch “Sämi”, am 24.4.2012 bei Llerida

Sämi hat am 23.4. die Region der Deponie Montolia bei Llerida in Katalonien erreicht. Am 24.4. wurde er zuletzt direkt auf der Deponie geortet, die er auch im vergangenen Sommer, auf dem Zug nach Süden, mehrere Tage lang aufgesucht hatte.

Seit dem letzten Update am 16.4. ist Sämi aus der Umgebung der Deponie bei Cordoba nur langsam, teils auch mit mehrtägigem Aufenthalt, weiter nach Nordosten gezogen. Am 22.4. hat er eine große Lagune bei Alcacar de San Juan erreicht. Am 23.4. packte ihn offenbar wieder die “Reiselust”. An einem einzigen Tag legte er 397 km zurück, um dann nahe Llerida die Nacht zu verbringen. Bei der letzten, heute eingetroffenen Koordinate hielt er sich direkt auf der Deponie Montoliu bei Llerida auf. Insgesamt 580 km hat Sämi seit dem 16.4. zurückgelegt, davon fast die Hälfte an einem Tag,

Nur 150 km fehlen Sämi jetzt bis zur Grenze nach Frankreich. Eine spannende Frage steht damit nun im Raum: Wird Sämi auf dieser letzten bekannten “Rastplatz-Deponie” vor der Schweiz für längere Zeit verweilen? Oder kehrt er gar in den nächsten Tagen/Wochen in die Schweiz zurück?

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Update Senderstörche “Sämi” und “Dani”, 16.4.2012

Nach 2-wöchigem Aufenthalt auf der Mülldeponie Dos Hermanas bei Sevilla verliess Sämi am 15.4. die Deponie und zog ca. 130 km weit nach Nordosten. Dort verbrachte er im flachen Flussbett des Rio Guadajoz (Nebenfluss des Guadalqivir) bei La Huerta Nueva, ca. 12 km SE von Cordoba, die Nacht. Am 17.4. wurde er zuletzt auf einer grossen Mülldeponie 8 km südlich von Cordoba festgestellt, nachdem er sich in der Mittagszeit kurzzeitig bis zu 60 km nördlich von dieser Deponie aufgehalten hatte. Ein stetiger “Heimzug” erfolgt derzeit offenbar nicht mehr, sondern eher ein ungerichtetes Umhervagabundieren im südlichen Spanien.

Dani hält sich weiterhin unverändert bei Ejea de los Caballeros im Norden Spaniens auf, meist auf der Mülldeponie südlich des Städtchens.

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Update “Sämi”: Seit 1. April in Andalusien auf Mülldeponie

Am 31.3.2012 ist Sämi 200 km nach Norden gezogen. Er hat die Straße von Gibraltar überquert und am Abend in Andalusien nahe Sevilla die grosse Mülldeponie Dos Hermanas erreicht. Schon in den Jahren 2000 und 2001 rasteten bzw. überwinterten dort mehrere besenderte Störche aus der Schweiz.

Seit dem 1. April 2012 bis zur letzten Koordinate vom 8. April hielt sich Sämi durchgehend auf der Deponie auf. Die Nächte verbrachte er meist in einem Bereich am Westrand der Müllkippe, die Tage dagegen meist im Zentrum der Anlage.

Am 1. April hat Sämi’s Sender wieder auf Datenübertragung in 4-tägigem Abstand umgeschaltet. Sowie der Vogel seinen Standort massgeblich ändert und entsprechende Daten vorliegen, werden wir hier darüber berichten.

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Update “Dani”: Unverändert auf Deponie in Nordspanien

Der Senderstorch Dani hält sich weiterhin unverändert nahe Ejea de los Caballeros im Norden Spaniens auf, sowohl auf der Deponie als auch im Umfeld von mehreren Kilometern.

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