1. Zwischenbericht 2013

Seit Jahren stellen wir fest, dass bei über 50 % der westziehenden Weissstörche (Ciconia ciconia) der nordwestlichen Population sich das Zugverhalten stark verändert hat. Ein hoher Prozentsatz dieser Vögel zieht nicht mehr nach Westafrika, sondern überwintert bereits im Süden Spaniens. Die Vögel halten sich dort zur Nahrungssuche vor allem auf einigen grossen, offenen Mülldeponien auf. 

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Die Frage nach dem Auslöser des veränderten Zugverhaltens ist bisher nicht beantwortet. Sind vielleicht die früheren „Ansiedlungsprojekte“ dafür mit verantwortlich? Vor einem halben Jahrhundert wurden Weissstörche aus Nordafrika in die Schweiz und indirekt auch in andere Länder Westeuropas „importiert“, um die damals fast ausgestorbenen Populationen wieder aufzubauen. Die Gene der „angesiedelten“ Vögel befinden sich heute wahrscheinlich in vielen „europäischen“ Störchen. Haben sie vielleicht Einfluss auf Zugweg und -entfernung? Welche Rolle spielt der Klimawandel? Viele Fragen sollen mit dem Projekt „SOS Storch Storchenzug im Wandel“ beantwortet werden. Weiterlesen

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Sponsoren Projekt SOS Storch

Die folgenden Personen und Institutionen haben als Sponsoren das Projekt SOS Storch unterstützt:

Anonyme Spende;
Bachmann Hildi, Uznach (SG);
IIGSFBB, Informelle Interessengemeinschaft Storchenfreunde Biel-Benken (BL);
Egenter Hans, Muri (AG);
Gerber Rösli und Werner, Restaurant Bützen, Hünenberg (ZG);
Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Zug, Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard (ZG);
MURIMOOS werken und wohnen (AG);
Stiftung Kartause Ittingen (TG);
Storchenverein Uznach (SG);
Verschiedene Wehrdienste;
Wesemann Andreas (Maler & Hebebühne Wesemann AG), Zug (ZG);
Zoo Basel (BS).

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Zusammenarbeit mit Projektpartnern

Das Projekt “SOS Storch” wird von Storch Schweiz in enger Zusammenarbeit mit folgenden Partnern durchgeführt:

SEO (Spanische Ornithologen-Gesellschaft): Das KnowHow und die Kontakte unseres spanischen Projektpartners SEO sind für die Durchführung der Projektaktivitäten auf der Iberischen Halbinsel von grosser Bedeutung.

Gemeinde Malpartida de Caceres: In Partnerschaft mit der Gemeinde Malpartida de Caceres (Extremadura), einem der “Europäischen Storchendörfer”, wird im Rahmen des Projekts “SOS Storch” Feldforschung an Weissstörchen durchgeführt.

Dr. Ursula Höfle, IREC (Nationales Institut für Wildtierforschung): Die Tierärztin ist seit März 2013 Partner im Projekt. Sie untersucht unter anderem den Gesundheitszustand von Weissstörchen im Hinblick auf deren Ernährung auf Mülldeponien.

Zoo Basel: Seit Beginn der neuen Projektphase im Jahr 2011 ist der Zoo Basel intensiv in die Arbeiten eingebunden und berichtet regelmässig über das Zugverhalten seiner Senderstörche Yumna und Amelios II.

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Sponsoren für Satellitensender gesucht!!

Es ist vorgesehen, im Rahmen des Projekts “SOS Storch” weitere Weissstörche mit Satellitensendern zu versehen. Die mit dieser Technik gewonnen Daten helfen uns, Strategien für den Schutz der schweizerischen Störche zu entwickeln.

Leider verursachen die Anschaffung und der Betrieb solcher Sender erhebliche Kosten. Wir freuen uns deshalb über Sponsoren, die bereit sind, die Kosten für einen Sender zu übernehmen. Spnsoren können den Namen des besenderten Vogels festlegen und werden an prominenter Stelle in der Projekt-Berichterstattung genannt (z.B. bei den Karten auf der Website).

Sollten Sie interessiert sein, als Sponsor einen neuen Sender zu übernehmen, dann wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsführung von Storch Schweiz: Tel: +41-(0)629652926, eMail: storch-schweiz@bluewin.ch

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Amelios II: Todesursache Beutegreifer? Sender geborgen

Die Suche nach den Resten von Amelios II und die Bergung des Senders ging schneller vonstatten als erwartet. Javier de la Puente von unserem Projektpartner SEO hat mit Luis Lopo, einem Mitarbeiter der Regierung von La Rioja, Kontakt aufgenommen. Der hat sich sofort auf den Weg gemacht. Er hat die Reste von Amelios II gefunden und den Sender, der bisher einwandfrei funktioniert, geborgen. Wir werden demächst Fotos von dem Fundort erhalten und sie mit einem ausführlicheren Bericht hier online stellen. Bisher vermutet Luis Lopo aufgrund der wenigen Reste, die er fand (nur einige Federn und Knochen), dass der Vogel wahrscheinlich einem Beutegreifer zum Opfer fiel.

Wir sind Luis Lopo und Javier de la Puente für die schnelle, erfolgreiche Aktion sehr dankbar.

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Amelios II wahrscheinlich verunglückt

Seit einigen Tagen beobachten wir aufmerksam die Senderdaten des Storchs Amelios II. Der Senderstandort hat sich seit 3. Mai nur geringfügig verändert, im Radius von etwa 20 Metern. Heute sind neue Daten des Bewegungssensors eingetroffen. Sie weisen leider darauf hin, dass der Vogel wahrscheinlich tot ist. Der Unglücksort liegt etwa 10 km südöstlich von Alfaro im Ebrotal am Rand eines Ackers.

Wir werden nun versuchen, den Vogel mit Hilfe unserer spanischen Partner zu finden und ggf. den Sender zu bergen.

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Update Senderstörche, 28.4.2013

Elvis hält sich noch immer überwiegend in der Region seines Heimatorts Biel-Benken auf. Toni war zwar schon kurzzeitig am schweizerischen Bodenseeufer, ist aber inzwischen wieder auf die deutsche Seite des Bodensees zurückgekehrt. Zuletzt wurde er nördlich von Salem geortet. Yumna ist etwa 20 km weiter nach Norden gezogen und wird jetzt regelmässig im Umfeld der Deponie von Ejea de los Caballeros/Nordspanien festgestellt. Dort hat sich auch der inzwischen verunglückten Storch Dani zeitweise länger aufgehalten. Amelios II wird noch immer überwiegend im Umfeld der Deponie von Alfaro geortet.

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Elvis “zu Hause” angekommen

Nach seinem Umweg über das Rheintal im Elsass ist Elvis heute “zu Hause” angekommen. Er wurde zuletzt bei Oberwil geortet, nur etwa 4 km von seinem “Geburtsort” Biel-Benken. 10 1/2 Monate nach der Besenderung als Nestling ist er ins Brutgebiet zurückgekehrt, nachdem er den “Winter” größtenteils auf der Deponie von Almagro bei Ciudad Real/Spanien verbracht hatte.

Auch Toni zieht es in Richtung Heimat. Er hat das Rheintal in Deutschland verlassen und ist in den letzten Tagen der Schweiz sehr nah gekommen – nach dem Motto “von hinten durch die Brust ins Auge”. Seine letzte Koordinate von heute Nacht liegt am Stadtrand von Konstanz.

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Die Senderstörche sind unterwegs, 24.4.2013

Unsere Senderstörche sind inzwischen allesamt unterwegs gen Norden oder bereits halbwegs im “Sommergebiet” eingetroffen. Deshalb heute wieder mal ein Überblick über die Ortsveränderungen während der vergangenen drei Wochen.

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Neues von den Senderstörchen, 8.4.2013

Elvis und Toni sind “übers Ziel hinausgeschossen”. Elvis ist seit Ende März von den Dombs in der Region Bourg-en-Bresse etwa 250 km weiter nach Nordwesten geflogen. Er hält sich derzeit im Elsass auf, nicht weit entfernt von Mulhouse. Damit ist er jetzt etwa 30 km nordwestlich von seinem Geburtsort Biel-Benken. Toni hat es noch weiter nach Norden gezogen. Er hält sich jetzt in Deutschland in der Rheinebene auf, in der Nähe von Bühl, und etwa 150 km nördlich von seinem Geburtsort in Toni’s Zoo bei Rothenburg.

Amelios II ist seit Ende März ebenfalls Richtung Norden gezogen. Allerdings wesentlich langsamer. Zuerst hielt er sich in der Region der Deponie Almagro auf, gestern hat er die Deponie bei Alcazar de San Juan im Zentrum Spaniens erreicht. Yumna dagegen hält sich unverändert im Umfeld der Deponie von Cordoba auf. Von Sämi, dessen Sender sich seit 12. Januar 2013 nicht mehr gemeldet hat, gibt es weiterhin keine Neuigkeiten.

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