Update Senderstörche „Sämi“ und „Dani“, 16.4.2012

Nach 2-wöchigem Aufenthalt auf der Mülldeponie Dos Hermanas bei Sevilla verliess Sämi am 15.4. die Deponie und zog ca. 130 km weit nach Nordosten. Dort verbrachte er im flachen Flussbett des Rio Guadajoz (Nebenfluss des Guadalqivir) bei La Huerta Nueva, ca. 12 km SE von Cordoba, die Nacht. Am 17.4. wurde er zuletzt auf einer grossen Mülldeponie 8 km südlich von Cordoba festgestellt, nachdem er sich in der Mittagszeit kurzzeitig bis zu 60 km nördlich von dieser Deponie aufgehalten hatte. Ein stetiger „Heimzug“ erfolgt derzeit offenbar nicht mehr, sondern eher ein ungerichtetes Umhervagabundieren im südlichen Spanien.

Dani hält sich weiterhin unverändert bei Ejea de los Caballeros im Norden Spaniens auf, meist auf der Mülldeponie südlich des Städtchens.

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Update „Sämi“: Seit 1. April in Andalusien auf Mülldeponie

Am 31.3.2012 ist Sämi 200 km nach Norden gezogen. Er hat die Straße von Gibraltar überquert und am Abend in Andalusien nahe Sevilla die grosse Mülldeponie Dos Hermanas erreicht. Schon in den Jahren 2000 und 2001 rasteten bzw. überwinterten dort mehrere besenderte Störche aus der Schweiz.

Seit dem 1. April 2012 bis zur letzten Koordinate vom 8. April hielt sich Sämi durchgehend auf der Deponie auf. Die Nächte verbrachte er meist in einem Bereich am Westrand der Müllkippe, die Tage dagegen meist im Zentrum der Anlage.

Am 1. April hat Sämi’s Sender wieder auf Datenübertragung in 4-tägigem Abstand umgeschaltet. Sowie der Vogel seinen Standort massgeblich ändert und entsprechende Daten vorliegen, werden wir hier darüber berichten.

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Update „Dani“: Unverändert auf Deponie in Nordspanien

Der Senderstorch Dani hält sich weiterhin unverändert nahe Ejea de los Caballeros im Norden Spaniens auf, sowohl auf der Deponie als auch im Umfeld von mehreren Kilometern.

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Update „Sämi“: Erreicht er morgen die Südspitze Spaniens?

Bis Tarifa bzw. in die Südspitze Spaniens sind es für Sämi nur noch etwa 72 km. Die Mülldeponien Andalusiens liegen also weniger als eine normale Tagesreise entfernt. Während der letzten Tage hat er den Rückzug deutlich langsamer angegangen.

Von seinem Übernachtungsplatz am 26.3. bei Chemaia zog er am 27.3. nur etwa 60 km weit nach Nordosten bis auf Höhe El Jadida in Nord-Marokko. Am 28.3. erreichte er 100 km weiter nordöstlich die Region Mohammedia ganz in der Nähe der Atlantikküste. Auch am 29.3. hielt er sich dort auf.

Heute, am 30.3., flog Sämi entlang der Atlantiküste 220 km weiter durch den Norden Marokkos, um nahe der Stadt Asilah zu übernachten, nur 6 km vom Atlantik entfernt. Nach Tarifa in der Südspitze Spaniens sind es jetzt nur noch etwa 72 km. Innerhalb weniger Stunden könnte er Andalusien erreichen. Der Rückzug durch den Westen Afrikas wäre damit erfolgreich bestanden.

In den nächsten Tagen wird es spannend: Schafft Sämi morgen den Zug über die Straße von Gibraltar? Zieht es ihn dann weiter in Richtung Schweiz, oder bleibt er auf den Mülldeponien in Andaulsien „hängen“?

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Update „Sämi“: Die Sahara ist überwunden, 450 km bis Spanien

Am 23.3.2012 ist Sämi auf dem Zug Richtung Norden wohl erstmals die Puste ausgegangen. Nach nur 60 km durch Marokko übernachtete er bei Guelmim, auf der Höhe der Stadt Tan-Tan. Am 24.3. ging es 255 km weiter nach Norden bis Toroudannt auf der Höhe von Agadir. Das Atlas-Gebirge überflog Sämi am 25.3.. Damit ließ er die Sahara hinter sich. Vorbei an Marrakesch erreichte er nach 176 Flugkilometern den Ort Chamaia. Dort rastete er in einer Grundwasser-Saline und übernachtete nicht weit vom Ort in Agrarland. Heute, am 26.3., kam er wieder mal nicht sehr weit. 84 km legte er zurück und verbringt die Nacht nun bei dem Städtchen Sidi Smail, ca. 40 km südlich von El Jadida im Norden Marokkos.

Noch 450 km liegen vor Sämi, bevor er Spanien erreicht. Er zieht inzwischen deutlich langsamer als über der Sandwüste bei Beginn seiner Rückreise. Trotzdem geht es bisher zügig weiter in Richtung Norden.

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Amelios‘ Sender wurde von SEO-Expedition gefunden

Gestern, am 24. März, hat eine Gruppe von Mitarbeitern der spanischen Ornithologengesellschaft SEO den Sender des in Spanien nahe Teruel verunglückten Storchs „Amelios“ gefunden. Arturo Bobed Ubé von der SEO-Gruppe Teruel hat folgendes mitgeteilt:

„Gestern haben wir den Sender von Amelios (Nr. 108317) in Jabaloyas (Teruel) gefunden. Er lag in schwierigem Gelände. Wir haben zuerst einige Federn entdeckt und danach den Sender in der Nähe eines steilen Abhangs. Weitere Informationen folgen in Kürze“

Details und Fotos von der Suchaktion hat die SEO-Gruppe Teruel bereits auf folgender Website bereitgestellt:

http://seoteruel.blogspot.com.es/

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Update „Sämi“: Nur noch 1000 km bis nach Spanien

Der Senderstorch Sämi hat am 15.3. die Grenze vom Senegal nach Mauretanien überflogen und hielt sich bis zum 17.3. knapp nördlich des Senegalflusses im tiefen Süden Mauretaniens auf. Am 18.3. zog er ca. 80 km weiter nach NNE und übernachtete nahe der mauretanischen Stadt Aleg. Am 19.3. erreichte er nach weiteren 70 km die Sahara.

Von dort aus startete Sämi zügig durch. 250 km legte er am 20.3. zurück. Er verbrachte die Nacht in der Sahara zwischen den Oasen Chinguetti und Ouadane, nicht weit von der berühmten geologischen Kreisstruktur Guelb er Richat. Sie ist selbst aus dem All zu erkennen und ist bekannt als das „Auge Afrikas“. Am 21.3. flog Sämi mit 530 km eine rekordverdächtige Strecke und übernachtete im Norden Mauretaniens in der Sahara nahe Bir Moghrein. Nach weiteren 350 km erreichte er heute, am 22.3., Marokko, wo er die Nacht in der Sahara auf Höhe der Kanarischen Inseln verbringt.

Bis zur Straße von Gibraltar sind es für Sämi nur noch etwa 1000 Kilometer. Falls er seinen Zug so entschlossen fortsetzt, dann könnte er bereits in 3 Tagen Südspanien und damit Europa erreichen. Wie schon auf dem Zug nach Süden im vergangenen Herbst zeigt Sämi auch beim Heimflug bisher ein bilderbuchmäßiges Verhalten.

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Update Senderstorch Dani, 22.3.2012

Dani hält sich unverändert im Norden Spaniens im Umfeld der Stadt Ejea de los Caballeros und auf der dortigen Mülldeponie auf. Er macht bisher keine Anstalten, den Zug nach Norden anzutreten.

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SEO startet erneute Suche nach Amelios‘ Sender

In den Monaten Januar und Februar gab es, vermutlich aufgrund der ungünstigen Witterung (Regen, geschlossene Schneedecke), keine Koordinaten vom Sender des verunglückten Storchs „Amelios“. Seit Anfang März (das Gebiet ist nun schneefrei) sind mehrfach wieder zuverlässige Koordinaten vom Sender eingetroffen. Sie sind deckungsgleich mit den bereits Anfang Dezember verfügbaren Ortungen. Aufgrund der neuen Daten lässt sich das Suchgebiet jetzt auf etwa 50×50 m eingrenzen.

Wie mir Ramon Marti heute mitgeteilt hat, wird die spanische Ornithologengesellschaft (SEO), die bereits im Dezember versucht hat, den Sender von Amelios zu finden, am 24. März erneut eine Suchexpedition in das Gebiet schicken. Aufgrund der extremen Geländesituation wird die Suche auch diesmal sehr schwierig sein. Sowie ein Ergebnis vorliegt, werden wir hier darüber berichten.

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Sämi: Rückreise nach Norden hat begonnen

Vorgestern, am 13. März 2012, hat Sämi seinen bisherigen Standort im Senegal, auf Höhe von Dakar, verlassen und ist ca. 130 km in NNO-Richtung gezogen. Dort verbrachte er die Nacht nahe der Stadt Dahra. Gestern, am 14. März, zog er in gleicher Richtung etwa 115 km weiter und übernachtete im Norden des Senegal, etwa 40 km südlich der Grenze nach Mauretanien. Sein Rückzug in Richtung Europa hat ganz offensichtlich begonnen.

Dani hält sich weiterhin im gleichen Gebiet wie während der letzten Wochen auf, im Umfeld der Deponie von Ejea de los Caballeros im Norden Spaniens.

Auf den aktualisierten Karten sind die Orte während des Rückzugs mit grünen Symbolen markiert.

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