Update Senderstörche, Januar 2013

In Spanien herrschten während der vergangenen Wochen Wetterverhältnisse, die für die Satellitensender auf unseren Störchen sehr ungünstig sind. Es war zeitweise bitter kalt, wodurch die Batterieleistung der Sender beeinträchtigt wurde. Ausserdem erhielten die Solarpanels aufgrund dichter Bewölkung und häufigen Regens nur wenig Licht und konnten somit die Senderbatterien nicht ausreichend aufladen. All das spiegelt sich derzeit in der Performance der Sender wider, die im folgenden kurz dargestellt wird:

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Sender von Elvis startet durch!

Seit November 2012 hat der Sender von Elvis erheblich geschwächelt. Heute jedoch traf gleich eine ganze Reihe sehr guter Koordinaten ein. Sie zeigen, wie sich der Vogel vom 1. bis 5. Januar 2013 im Umfeld der Deponie Almagro bewegt hat und dass er, wie schon im Oktober, südlich der Deponie im Zufluss des Stausees Vega de Jabalon übernachtet.

Gleichzeitig jedoch zeigen neue Sensordaten, wo das Problem des Senders lag bzw. noch immer liegt. Seit 21.12.2012 schaltete sich der Sender häufig wegen Strommangel ab. Seit 2.1.2013 jedoch läuft er nun durchgehend, wobei die Spannung allerdings noch immer sehr niedrig ist. Etwa ab 8. Januar ist wieder mit neuen Daten zu rechnen. Hoffen wir, dass der Sender sich nachhaltig erholt.

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Lebt der Senderstorch „Manuela“ vielleicht doch noch?

Eigentlich sah alles danach aus, als sei der Senderstorch Manuela verunglückt. Bei der Analyse der Rohdaten hat sich nun aber herausgestellt, dass es 2 Tage nach der letzten GPS-Koordinate (26.8.2012, 14 Uhr) in Südfrankreich nahe Montpellier) doch noch eine, wenn auch ungenaue, Doppler-Koordinate gab. Sie stammt vom 28.8., 12:47 Uhr, und liegt ca. 50 km südwestlich von Zaragossa in Nordspanien, ca. 530 km Flugstrecke von der letzten GPS-Koordinate entfernt. Diese Entfernung könnte der Vogel ohne weiteres in 2 Tagen zurückgelegt haben.

Diese letzte Koordinate ist so ungenau, dass vom Satellitenbetreiber Argos keine Abschätzung der Genauigkeit geliefert wurde. Sie könnte somit theoretisch Hunderte Kilometer von der tatsächlichen Position abweichen. Aber der Vergleich mit früheren Doppler-Koordinaten gleicher Qualität ergab, dass deren Abweichung meist nicht grösser war als 20-100 km. Insofern besteht eine realistische Chance, dass lediglich Manuelas Sender die Funktion eingestellt hat, dass der Vogel selbst aber noch lebt.

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Gute Nachrichten von Elvis und Toni!

Jetzt, pünktlich zum Neuen Jahr 2013, ist es sicher, was wir schon seit einigen Tagen vermutet haben: Elvis und Toni sind am Leben. Heute, am 1. Januar, ist eine GPS-Koordinate (Genauigkeit besser als 26 m) von Elvis eingegangen. Sie liegt etwa 8 km westlich von der letzten exakten Koordinate vom 11.12.2012, ein paar km südlich von Almagro. Die Sensordaten zeigen eindeutige Aktivität. Auch von Toni ist heute verspätet eine exakte GPS-Koordinate vom 29.12.2012 eingetroffen, direkt von der Mülldeponie bei Lerida. Auch er ist nachweisbar aktiv. Die neuen, zuverlässigen GPS-Koordinaten der beiden Vögel werden durch gleichzeitig erfasste Dopplerkoordinaten bestätigt. Ein gutes Omen fürs Neue Jahr?

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Neue Lebenszeichen von Toni und Elvis

Vom Senderstorch Toni gibt es zwar keine neuen GPS-Koordinaten. Aber zwei sehr genaue Dopplerkoordinaten vom 29.12.2012 zeigen, dass er seit dem 18. bzw. 21. Dezember wieder etwa 30 km nach Osten geflogen ist und sich gestern (29.12.) exakt auf der Deponie von Lerida aufgehalten hat. Somit kann festgestellt werden, dass der Senderstorch mit Sicherheit noch lebt.

Die Sensordaten zeigen folgendes: Die Batteriespannung von Toni’s Sender ist weiterhin so niedrig, dass der Sender wiederholt abgeschaltet wurde. Der Vogel ist aber aktiv. Auch die Temperatur des Senders von 29 Grad belegt, dass der Vogel noch lebt.

Die Sensordaten von Elvis machen weiterhin Mut: Nachdem der Sender aufgrund zu niedriger Spannung am 11.12. abgeschaltet hatte, war die Spannung am 21.12. hoch genug für einige, leider recht ungenaue Dopplerkoordinaten. Auch bei Elvis machen die Aktivitätsdaten und die Sendertemperatur (21 Grad, bei derzeit maximal 13 Grad Lufttemperatur) Hoffnung, dass er noch lebt.

Hinweis: Dopplerkoordinaten können derzeit in unseren automatisch erstellten Karten nicht angezeigt werden, entsprechende Informationen werden wir aber jeweils in Textform liefern.

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Sponsoren für Satellitensender gesucht!!

Es ist vorgesehen, im Rahmen des Projekts „SOS Storch“ weitere Weissstörche mit Satellitensendern zu versehen. Die mit dieser Technik gewonnen Daten helfen uns, Strategien für den Schutz der schweizerischen Störche zu entwickeln.

Leider verursachen die Anschaffung und der Betrieb solcher Sender erhebliche Kosten. Wir freuen uns deshalb über Sponsoren, die bereit sind, die Kosten für einen Sender zu übernehmen. Spnsoren können den Namen des besenderten Vogels festlegen und werden an prominenter Stelle in der Projekt-Berichterstattung genannt (z.B. bei den Karten auf der Website).

Sollten Sie interessiert sein, als Sponsor einen neuen Sender zu übernehmen, dann wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsführung von Storch Schweiz: Tel: +41-(0)629652926, eMail: storch-schweiz@bluewin.ch

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Aktuelle Situation der Senderstörche

Sämis Schicksal, der 3 Monate lang tot geglaubt war und seit Mitte November wieder regelmäßig Daten aus dem Senegal liefert, macht deutlich, dass so mancher vermeintliche Ausfall eines Senderstorchs in Wirklichkeit nur ein Senderausfall ist.

Wir haben deshalb die Daten aller Senderstörche nochmal gründlich unter die Lupe genommen und dabei nicht nur die in den Karten wiedergegebenen Koordinaten berücksichtigt, sondern alle verfügbaren Satellitendaten einschließlich der Doppler-Koordinaten.

Die Situation stellt sich danach wie folgt dar:

5-6 Vögel sind tödlich verunglückt: Das Schicksal von Amelios, Düschess und Sünni ist bekannt, die drei Vögel wurden tot oder verletzt gefunden. Bei Bruno und Dani weisen die Daten darauf hin, dass diese tödlich verunglückt sind: Unvermittelter Ausfall des Senders, über Tage hinweg weitere Koordinaten vom exakt gleichen Standort, Hinweise aus Sensordaten usw.. Manuela ist wahrscheinlich ebenfalls tödlich verunglückt: Ihr Sender fiel bei voll geladenem Akku (3,92 V) unvermittelt aus, nach mehr als 100 km Flug am 26.8. zwischen 11 und 14 Uhr. Aber bei ihr lässt sich nicht ausschließen, dass evtl. nur der Sender ausgefallen ist.

Es gibt auch eine positive Nachricht: Die 5 anderen Störche (Sämi, Yumna, Amelios II, Toni und Elvis) sind mit Sicherheit bzw. sehr wahrscheinlich noch am Leben, auch wenn es auf den ersten Blick bei manchen so aussieht, als würden sie sich nicht mehr bewegen: Sämi zieht im Senegal umher und liefert wieder zuverlässig Daten. Yumna ist auf der Deponie Dos Hermanas und hält sich jeweils am Tag und in der Nacht in Gebieten auf, die ca. 500 m entfernt voneinander sind. Ähnlich sieht es bei Amelios II aus: Er nutzt auf der Deponie von Cordoba jeweils getrennte Fress- und Schlafplätze, die mehrere hundert Meter auseinander liegen. Toni, der bis 4.10. regelmäßig in Llerida festgestellt wurde und danach nicht mehr sendete, lieferte am 18. Dezember plötzlich wieder eine gute GPS-Koordinate aus einem Gebiet ca. 15 km westlich von Llerida. Ein Koordinatenfehler kann ausgeschlossen werden, da 2 Dopplerkoordinaten in unmittelbarer Nähe liegen. Auch Toni ist also wahrscheinlich noch am Leben. Elvis (bei der Deponie Almagro nahe Ciudad Real) lieferte zwar am 11.12. die letzte Koordinate. Es schien außerdem, dass diese nur knapp neben den Koordinaten der Vortage lag, so dass anzunehmen war, er sei verunglückt. Die erneute Analyse hat aber nun gezeigt, dass auch hier jeweils „Schlafplatz“-Koordinaten existierten, die mehrere hundert Meter entfernt waren. Wir gehen deshalb jetzt davon aus, dass auch Elvis wahrscheinlich noch lebt.

Es stellt sich die Frage: Warum fallen so viele Sender aus oder senden nur noch unregelmäßig? Die Antwort erhalten wir von den Sensordaten. Die Senderspannung bei allen noch lebenden Vögeln liegt bei gerade mal etwa 3,2 V. Knapp darunter schalten die Sender ab und benötigen Sonne, um wieder aufgeladen zu werden. Vermutlich ist es einfach zu dunkel, um die Solarzellen mit ausreichend Licht für eine optimale Batteriespannung zu versorgen.

Wir hoffen, dass sich im Frühjahr (mit längeren Tagen) diese Situation wieder deutlich bessert und dass dann alle überlebenden Vögel wieder regelmäßiger Daten liefern. Trotzdem lässt sich natürlich nicht ausschließen, dass die empfindliche Technik in Einzelfällen völlig versagt.

Eine neue Erkenntnis liefert uns die aktuelle Situation auch: Jetzt, mitten im Winter, sind unsere in Spanien überwinternden Vögel „faul“, zwischen Nahrungsgebiet (meist auf der Müllkippe) und Schlafplatz liegen meist nur wenige hundert Meter. Gleiches haben wir auch mit Hilfe der ersten Datenlogger erfahren, die wir auf 2 Störchen in Malpartida de Caceres angebracht haben.

weihnacht

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Elvis, 18. Dezember 2012

Elvis macht mir ernsthaft Sorgen. Es sind schon wieder 6 Tage vergangen und er hat sich nicht gemeldet.

Leider erhalten wir seit 13. November von Elvis sehr unregelmässig Daten. Ich hoffe jedoch sehr, dass er noch lebt, aber den Koordinaten zufolge hätte er sich nur wenige Meter bewegt, das scheint doch sehr unwahrscheinlich. Nach der derzeitigen Datenlage müssen wir leider eher davon ausgehen, dass der Vogel verunglückt ist oder der Sender die Funktion aufgegeben hat. Beides wäre ein schwerer Verlust. Für das Projekt, für die Biel-Benkener Storchenfreunde und für die vielen Leser, die mit Spannung die Reise von Elvis im Internet verfolgt haben.
Sollte es Neuigkeiten von Elvis geben, dann teilen wir diese natürlich umgehend mit.

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Elvis, 12.12.2012

Nach einer Sendepause von 9 Tagen haben wir von Elvis endlich wieder Daten erhalten. Das Ausbleiben von Koordinaten kann ganz unterschiedliche Gründe haben: Defekt im Sender, verschmutzte Solarpanels.

Den Koordianten zufolge hält sich Elvis nach wie vor bei Almagro auf. Nun, hoffen wir, dass wir nächstens wieder regelmässig Signale von ihm erhalten.

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Sämi noch in Senegal

Sämi scheint es in Senegal gut zu gefallen, er ist am 15. November weiter südwärts gezogen. Am 29. November hat er sich östlich von Kaolak aufgehalten. Jedoch am 1. Dezember ist er ca. 60km nordwärts gezogen und hat sich westlich von Colobane niedergelassen.

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