Senderstorch Bruno weiterhin verschollen, 21.10.2011

Seit meiner Meldung vom 14.10. gibt es leider keine Neuigkeiten von Bruno. Eine Woche hatte ich mir gesetzt, bevor ich wieder berichte, in der Hoffnung, doch noch positive Nachrichten zu erhalten. Jetzt, 7 Tage später, gibt es noch immer kein Lebenszeichen von Bruno.

Wir wissen nicht, was geschehen ist. Alle Sensordaten waren in Ordnung, der Vogel, der sich auf der Deponie bei Kenitra/Marokko aufhielt, war bis zur letzten Koordinate aktiv. Wenn ein Senderstorch verunglückt, senden die Satellitensender meist noch ein paar Tage weiter (Beispiel: Düschess). Nach Amelios ist Bruno nun der zweite Vogel, von dem völlig unvermittelt überhaupt keine Daten mehr eintreffen. Ich halte es deshalb für möglich, dass ein interner Defekte am Sender zum Ausfall geführt hat.

Andererseits ist aber auch bekannt, dass die Ausfallrate von Jungstörchen, ob besendert oder nicht, im ersten Lebensjahr sehr hoch ist. Vielleicht erfahren wir ja irgendwann mehr, z.B., falls einer der Vögel mit seinem Sender doch noch in die Schweiz zurückkehrt.

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NEWS: Senderstorch Bruno ist überfällig

Bruno ist überfällig. Die letzten Koordinaten erhielten wir für den 10.10.2011 von der Mülldeponie bei Kenitra/Marokko (übertragen am 11.10.2011). Der Programmierung seines Senders entsprechend hätte er sich spätestens am 13.10. wieder melden müssen.

Ich weigere mich noch, es zu glauben – aber trotzdem müssen wir in Betracht ziehen, dass evtl. nun auch Bruno verunglückt oder sein Sender ausgefallen ist. Wir informieren Sie an dieser Stelle, sowie es diesbezüglich irgendwelche Neuigkeiten gibt.

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Update Senderstörche Bruno, Dani und Sämi, 13.10.2011

Für die Senderstörche Bruno, Dani und Sämi liegen neue Koordinaten vor. Bruno ist weiterhin auf der Deponie von Kenitra/Marokko. Dani hat die Deponie Montoliu verlassen und ist weiter gezogen bis ins Ebrotal. Sämi fliegt zügig weiter über die Sahara und ist in Mauretanien nicht mehr weit vom klassischen Überwinterungsgebiet entfernt.

Bruno (7. bis 10.10.2011):
Bruno hielt sich weiterhin ausschliesslich auf der Deponie von Kenitra in Marokko auf. Tagsüber überwiegend auf der eigentlichen Deponiefläche, wo frischer Müll abgeladen wird, gelegentlich während der Mittagszeit knapp daneben in der Uferzone eines kleinen Sees. Der Schlafplatz lag stets an der gleichen Stelle, ca. 700 m südlich der Deponiefläche in Buschland.

Dani (5. bis 11.10.2011):
Vom 5. bis 9.10. hielt Dani sich weiterhin überwiegend auf der Deponie Montoliu nahe Lerida auf. Er streifte ausserdem bis zu 16 km umher und besuchte mehrfach Gebiete am Ufer des Segre-Flusses. Übernachtungsplätze lagen in dieser Zeit entweder in Lerida oder im Galeriewald am Ufer des Segre bei Torres de Segre und bei Alcarras. Am 10.10. verliess Dani die Deponie und nahm, nach fast 1 1/2 Monaten auf der Deponie, den Zug wieder auf. Nach 57 km Flug verbrachte er die Nacht in Brachland nahe Sena. Auch am 11.10. setzte er den Zug fort und erreichte, 66 km weiter westlich, das Ebrotal bei El Burgo de Ebro, nahe Zaragossa.

Sämi (11. und 12.10.2011):
Sämi setzte den Zug über die Sahara in Mauretanien unbeirrt fort. Am 11. und 12.10. hat er insgesamt 590 km zurückgelegt. Die Koordinaten, auch die Übernachtungsplätze, liegen allesamt in der völlig vegetationsfreien Sandwüste, die von endlosen Dünenfeldern geprägt ist. Er ist inzwischen nur noch etwa 200-300 km von der Region entfernt, in der in den Jahren 2000 und 2001 mehrere unserer Senderstörche überwinterten.

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Update Senderstorch „Sämi“, 11.10.2011

Für den Senderstorch Sämi liegen neue Koordinaten aus dem Zeitraum 7. bis 10.10.2011 vor.

Sämi hat den Zug über Marokko in Richtung Sahel zügig fortgesetzt, grosse Bereiche der Sahara überflogen und am 10.10. abends bereits den Norden Mauretaniens erreicht. In nur vier Tagen hat er somit mehr als 1000 Kilometer zurückgelegt. Alle Koordinaten liegen in der unbewohnten Wüste, mit Ausnahme des Übernachtungsplatzes vom 8. auf den 9.10., der sich im Uferbereich eines Sees direkt bei der Stadt Ouarzazate im Süden Marokkos befand.

Bereits in etwa 2-3 Tagen könnte Sämi nun die Zone im Sahel erreichen, in der in den Jahren 2000/2001 mehrere unserer Senderstörche überwinterten.

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Update Senderstörche Bruno, Dani und Sämi, 7.10.2011

Für die Störche Bruno, Dani und Sämi liegen neue Koordinaten vor. Auch Sämi hat sich inzwischen, wie schon beim letzten Update erwartet, auf den Weg nach Süden gemacht und Marokko erreicht.

Bruno (5. und 6.10.2011):
Bruno hat am 5.10. den Zug durch Marokko ca. 40 km weit nach Süden fortgesetzt und die Küstenstadt Kenitra erreicht. Dort hielt er sich auf einer grossen Mülldeponie in einer Schleife des Sebou-Flusses auf und übernachtete im benachbarten Industriegebiet. Auch am 6.10. war er auf der Deponie und verbrachte die Nacht 7 km weiter südlich im Buschland.

Dani (4.10.2011):
Unverändert ist die Deponie Montoliu bei Lerida/Katalonien Danis Haupt-Aufenthaltsgebiet. Die Nacht vom 4. auf den 5.10. verbrachte er in einem schütteren Wäldchen zwischen dem Segre-Fluss und dem Ort Torres de Segre, vermutlich auf einem abgestorbenen Baum. Vom 5. und 6.10. gibt es bisher keine GPS-Koordinaten, aber die verfügbaren Doppler-Fixe weisen darauf hin, dass die Situation weiterhin unverändert ist.

Sämi (5. bis 6.10.2011):
Am 5.10. hielt sich Sämi weiterhin in der Laguna de la Janda auf, jetzt 10 km weiter südlich als am Vortag, in der Randzone der Lagune. Am 6.10. zog er weiter nach Süden und erreichte gegen Mittag, nach Überquerung der Strasse von Gibraltar, Marokko. Seine erste Afrika-Etappe führte ihn bis auf die Höhe von Kenitra, wo er, ca. 35 km landeinwärts, in nur dünn besiedeltem Buschland übernachtete. Er hält sich derzeit also nur etwa 30-40 km entfernt von Bruno auf.

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NEWS: Auch Senderstorch Sämi ist nun in Marokko

Auch der Senderstorch Sämi hat gestern, am 6.10., die Strasse von Gibraltar überflogen und ist in Marokko angekommen. Weitere Informationen folgen in Kürze.

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Update Senderstörche Bruno und Sämi, 3. und 4.10.2011

Für die Störche Bruno und Sämi liegen neue Koordinaten vor. Bruno hat Marokko erreicht, und auch Sämi scheint unterwegs nach Afrika zu sein.

Bruno:
Am 3.10. hat Bruno die Marismas am Rio Guadalete verlassen und ist ca. 60 km weit nach Süden gezogen. Dort verbrachte er den Tag und die Nacht am Rand der Laguna de la Janda. Vor ihrer Entwässerung war diese Senke am Rio Barbete, die heute mit bewässerten Feldern landwirtschaftlich genutzt wird, eines der grössten und bedeutendsten Feuchtgebiete Spaniens und berühmt als letzter Rastort nach Afrika ziehender Zugvögel. Dort kann man im Winter Tausende von Kranichen beobachten (siehe Eintrag vom 10.2.), und auch Störche rasten alljährlich in den Bewässerungsfeldern.
Am 4.10. setzte Bruno den Zug fort. Er überflog die Strasse von Gibraltar und erreichte 200 km südlich des letzten Übernachtungsplatzes in Marokko seine nächste Station, nur etwa 75 km nördlich von Rabat.

Sämi:
Auch Sämi hat offenbar beschlossen, auf der klassischen Route weiter nach Süden zu ziehen. Er verliess am 3.10. die Laguna del Comissario und flog, vorbei an der Deponie Miramundo, 30 km weit in südöstlicher Richtung, um ebenfalls in der Laguna de la Janda zu landen. Dort, nahe dem Stausee Embalse de Celemin, hielt er sich auch am 4.10. ganztags in bewässerten Agrarflächen, wahrscheinlich Reisfeldern, auf. Da es auf dem weiteren Weg nach Gibraltar südlich seines derzeitigen Aufenthaltsorts in Spanien keine grösseren Mülldeponien gibt, ist zu erwarten, dass auch er in Kürze, wenn die Windverhältnisse günstig sind, den „Sprung“ nach Marokko wagen wird.

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NEWS: Senderstorch Bruno ist in Marokko

Der Senderstorch Bruno hat gestern, am 4.10., die Straße von Gibraltar überflogen und ist in Marokko angekommen. Weiteres dazu in Kürze.

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Update Störche Bruno, Dani und Sämi, 27.9. bis 3.10.2011

Für die Störche Bruno, Dani und Sämi liegen neue Koordinaten vor. Da die Vögel derzeit relativ stationär sind, haben wir die Karten nun auf das nähere Umfeld des jeweiligen Aufenthaltsorts eingestellt.

Bruno (27.9. bis 2.10.2011):
Bruno hielt sich am 27.9. weiterhin schwerpunktmässig auf der Deponie Dos Hermanas (nahe Sevilla) auf. besuchte aber auch die etwa 20 km entfernten Reisfelder und Marismas (Lagunen, Feuchtgebiete) am Guadalquivir. Dort machte er vermutlich Jagd auf die Süsswasserkrebse Procambarus clarkii.
Am 28.9. zog Bruno 77 km weit in südsüdwestlicher Richtung. Dort hielt er sich bis mindestens 2.10. abwechselnd auf einer bisher nicht in Erscheinung getretenen Mülldeponie ca. 10 km südlich von Jerez de la Fronteira und in den Marismas am Rio Guadalete nahe Cadiz auf. Die Übernachtungsplätze lagen jeweils in den Marismas, nahe am Fluss.

Dani (28.9. bis 3.10.2011):
Unverändert lagen die meisten Tages-Koordinaten von Dani auf der Mülldeponie Montoliu nahe Lerida und in einem größeren Bereich bis 20 km westlich der Deponie (Richtung Fraga). Übernachtungen erfolgten stets auf der Kathedrale von Lerida. Lediglich am 2.10. übernachtete Dani nicht in Lerida, sondern auf Brachland 17 km südwestlich von Lerida. Am nächsten Tag kehrte er jedoch zur Deponie zurück.

Sämi (27.9. bis 2.10.2011):
Alle Koordinaten von Sämi lagen auf der Deponie Miramundo bei Medina Sidonia und der etwa 5 km entfernten Laguna del Comissario, einem flachen See, den die Ornithologen G. Dahms und H. Eggers bereits in früheren Jahren als Übernachtungsplatz identifiziert hatten.
Ungewöhnlich ist, dass Sämi die Laguna del Comissario häufig auch tagsüber aufsuchte. Am 29.9. sowie 1. und 2.10 hielt er sich ausschliesslich dort auf. Befürchtungen, der Vogel könnte ums Leben gekommen sein, liessen sich nicht bestätigen. Die Sensordaten (Aktivitätssensor) des Senders sowie die Verteilung der Koordinaten in einem Umkreis von 300 m innerhalb der Laguna lassen schliessen, dass der Vogel trotz des gleichbleibenden Aufenthaltsorts aktiv und am Leben ist.

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Hinweis zur zukünftigen Aktualisierung der Karten

Da die drei noch sendenden Störche inzwischen relativ „ortstreu“ sind und meist nur kleinere Strecken zurücklegen, haben wir beschlossen, die Häufigkeit der Aktualisierung der Karten zu ändern:

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